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meine Restaurierungen / Reparaturen Teil 2:


Im Bau / Restauration in Reihenfolge der Berichte:

- Multiplex Alpina Magic 3800

- Multiplex Kranich 2



MPX Alpina Magic 3800:


Vorwort:

Ich wollte schon immer einen Motorsegler mit um den Dreh 4m Spannweite.

Nur musste er Störklappen haben, meinem Flamingo (jetzt Kranich) ähnlich sehen, und auf alle Fälle Styro/Abachi Flächen haben.

Und am besten noch von Multiplex sein.

Und wenn es dann noch eine Alpina ist, dass währe für mich die Krönung :-)

Ein Vereinskammerad hat genau diesen Flieger, und zwar mit 3800mm Spannweite.

Seit Jahren versuche ich ihm die Alpina Abzukaufen, aber ohne Erfolg.

Das Gute ist : Ich hätte auf alle Fälle das Vorkaufsrecht.

Und da sich warten auszahlt, konnte ich am 14.02.2020 den Flieger bei ihm erwerben.

Der Zustand ist für einen Flieger aus dem Jahre 1990 noch relativ gut. Was aber am wichtigsten ist, dass der Rumpf und die Flächen bruchfrei sind.

Was auch noch für den Flieger spricht ist, dass die Servos für Querruder und Störklappen in den Flächen verbaut sind.

In der Anleitung wurden drei Varianten beschrieben:

Erste Variante aus dem Rumpf raus, mit insgesamt zwei Servos. So genügte für die Querruder und Störklappen jeweils nur ein Servo.

Zweite Variante aus dem Rumpf raus mit drei Servos. Zwei für die Querruder und eines für die Störklappen.

Und dritte Variante mit insgesamt vier Servos. Jeweils zwei Servos in jeder Fläche.


Servos im Rumpf



Multiplex Alpina Magic 3800





Todo Liste


  • Ermitteln Antrieb und Regler (erledigt)
  • Antiblitz mit 4mm Goldkontakten an Regler verlöten. (erledigt)
  • Programmierung auf Sender (erledigt)
  • 1.Verwiegung (erledigt)
  • ersetzen der Propelleraufnahme, des Spinners und der Klappluftschrauben (bestellt beim Himmlischen Höllein, erledigt am 20.02.2020)
  • Dekorbogen bei Tangent bestellen. Idealerweise Alpina 3800, oder Alpina 4001 (bestellt Dekorbogen Alpina 4001), angekommen am 26.02.20
  • Aufkleber von Tangent anbringen und neu Verwiegung (erledigt)
  • Seitenruder in weiß neu folieren (erledigt)
  • Flächenunterseite von Orangener Folie befreien und neu in weiß folieren (erledigt)
  • Blockstreifen in Blau auf Flächenunterseite anbringen (erledigt)
  • Störklappen ebenfalls blau beziehen (erledigt)
  • Rumpf Restaurieren, Verschleifen und Lackieren (erledigt)
  • Anbringen Aluplakette mit Daten laut Gesetz. (erledigt)
  • Auswiegen mit Schwerpunkt laut Anleitung bei 85mm, plus EWD Einstellung (erledigt am 07.03.)
  • endgültiges Abfluggewicht ermitteln (erledigt)
  • Graupner Vario von Kranich in Alpina einbauen (am 02.05.20 erledigt)
  • MPX Stecker aus Rumpf mit neuer Zugentlastung versehen (erledigt am 02.05.20)
  • Erstflug machen (erledigt am 03.0.2020)


Teil 1 die Programmierung


Für den Betrieb der Alpina wird ein nagelneuer Graupner GR 16 Empfänger verwendet.

Die Daten von meinem Kranich habe ich als neuen Modellplatz kopiert und mit Alpina beschriftet.

Danach sämtliche Einstellungen bis auf Expo zurück gesetzt und dann wurde der Empfänger gebunden.

Bis jetzt alles Tip Top.


Empfänger und Programmierung



Teil 2 Antrieb, Regler, Antiblitz und mehr


Bei der Antriebskonfiguration handelt es sich um lauter sehr hochwertige Komponennten.

Der Motor ist ein Kontronik Fun-27 (2700 U/min ohne Getriebe) mit angeflanschtem Getriebe in der 6,7:1 Übersetzung.

Der Regler ist von Poly Tec : Control 70-18 Pro 60A 3A BEC

Vortrieb leistet eine Aeronaut 17x11 Cam Carbon Klappluftschraube.

Die Daten von Drivecalc seht Ihr bei den Fotos, auf alle Fälle ausreichend :-)

Für die Programmierung des Reglers nehmen wir die gleiche Progkarte wie für den YGE Regler, da diese identisch sind.

Die bisherige Kombi aus Mitnehmer und Spinner ist nicht so mein Ding.

Ich bevorzuge ein anderes System, und zwar das von Reisenauer.

Bestellt wurden beim Himmlischen Höllein von Reisenauer ein Mittelteil für 6mm Welle und eine Turbo-Leichtspinner Kappe mit 47mm Durchmesser.

Und wenn man schon neues verbaut, dann wurden auch neue Aeronaut 17x11er Cam Carbon Klapppropeller mit bestellt.

Heute, am 20.02.2020 war es dann soweit, die neuen Teile wurden verbaut.

Beim Reisenauersystem wird mittels zweier Inbusschrauben das Mittelstück an der Welle festgeklemmt.

Siehe grüner Inbus der aus dem Spinner ragt.

Ebenso wird der Spinner direkt mit dem Mittelstück verschraubt, so dass alles eine Einheit bildet.

Wie man auf den Fotos sieht, wurde der vorherige Spinner am Mittelstück verklebt. Das ist zwar funktional gewesen, aber nicht mein Stil.

Der Gewichtsunterschied beträgt nur 3g mehr.

Als Propellerschutz verwende ich immer Sneakersocken :-)

Ebenso wurde der 4mm Goldkontakt mit Antiblitz auf das Minuskabel vom Regler verlötet.

Danach nochmals ein letzter Funktionstest, die Motorbremse ist auch drin, und der Empfänger erhält seinen endgültigen Platz.

Die beiden Antennen werden rechts und links aus dem Rumpf geführt.

Akkubrett verschrauben und Alu-Namensschild anbringen.


 



Motor, Regler, Datenblatt




neuer Spinner und Mittelteil




Antiblitz,Empfänger,und mehr



Teil 3 Vermessung und Verwiegung


Bei der Vermessung sind folgende Maße heraus gekommen:

  1. Rumpf Länge : 1700mm, Breite: 90mm, Gewicht 1729g inclusiv Höhenruder ( Rumpf 1593g, Höhenruder136g )
  2. Fläche Links Messung Länge in der Mitte 1840mm, Gewicht 1064g
  3. Fläche Rechts Messung Länge in der Mitte 1840mm, Gewicht 1060g
  4. Höhenruder Gemessen inclusiv Breite Seitenruder 770mm

So kommen wir auf eine Spannweite von 3770mm in der Flächenmitte gemessen.

Wenn man aber den breitesten Punkt nimmt, so kommt man auf 3800mm Spannweite, da die Flächenenden schräg verlaufen.


Das bisher ermittelte Gewicht von 3853g ist sehr gut für einen Flieger in dieser Größenordnung.

(Multiplex gibt ein Abfluggewicht von ca.3700g an, dass bezieht sich auf die reine Seglervariante mit den wenigsten Servos)

Wenn man dann noch Bspw. einen 4s 5200er Akku mit ca. 435g nimmt, dann kommt man auf ein Abfluggewicht von 4288g, falls es mit dem Akkugewicht und ohne Bleizugabe beim Auswiegen des Schwerpunktes passt.

Nach der Lackierung, dem Folieren, der Aufbringung der Aufkleber, Anbringung neuem Mittelstück / Spinner und dem Schwerpunktauswiegen sieht man dann das Endgültige Gewicht.

Auf alle Fälle unter 5kg, was ein sehr guter Wert ist.


Verwiegung



Teil 4 Seitenruder und Flächen neu folieren


Da ein neuer Dekorbogen in blau von der Alpina 4001 bei Tangent bestellt wurde, musste das Seitenruder von blau in weiß neu foliert werden, da die Aufkleber für das Seitenruder blau sind.

Das Orange der Fläche passt meiner Meinung nicht zu einer Alpina, da die Aufkleber ja verschiedene Blautöne haben.

Also wurden die Flächen mittels eines Fönes von der Folie befreit.

Als neue Folie habe ich ORACAL 621 verwendet.

Ebenso wurden die Unterseiten der Querruder mit blauer Folie bedeckt, da dass Höhenruder ebenfalls auf der Unterseite blau ist.

Zum Schluss wurden die Flächen wieder verwogen.

Die Rechte Fläche wiegt jetzt 1066g, dass sind 6g mehr.

Die Linke Fläche wiegt 1079g, dass sind 15g mehr. Wo die herkommen weiß ich auch nicht. Habe mehrmals gewogen, es bleibt bei 1079g.

Ein endgüliges Gewicht haben wir erst, wenn die Aufkleber drauf sind, und auf der Unterseite werden noch blaue Blockstreifen angebracht.


Seitenruder und Flächen neu



Teil 5 Rumpf Verschleifen und Lackieren


Vor dem Verschleifen des Rumpfes müssen Vorbereitungen getroffen werden, damit kein Schleifstaub an die Elektronik bzw. an den Motor kommt.

  1. Motorspant mit Krepp abkleben
  2. Innenraum mit Tuch oder Ähnlichem so auslegen, dass alles von Vorne bis Aufnahme Flächenbefestigung abgedeckt sind.

Öffnungen der Aufnahme der Tragflächen schließen.


Nachdem diese Vorbereitungen erledigt sind, wird mit dem Winkelschleifer und 320er Körnung der Rumpf schön glatt geschliffen.

Nach dem Schleifen nehme ich ein weiches altes T-shirt ganz leicht mit Aceton getränkt, und reibe den Rumpf damit ab.

Somit ist er jetzt Staub- und Fettfrei.

Dann werden die Öffnungen im Seitenruder mittels Krepp geschlossen, denn wir wollen ja Keine Farbe drin haben.

Durch die Ösen der Seitenruderaufnahme wurde ein starker Nähgarn gefädelt. Daran wurde Paketband befestigt, so haben wir eine Möglichkeit den Rumpf zum Lackieren hängend zu befestigen.


Verschleifen vom Rumpf




Nach dem Verschleifen wurde der Rumpf bei mir auf dem Balkon aufgehängt.

Zum Glück ist es in diesem Moment fast Windstill und Sonnig.

Also Ideal zum Lackieren.

Zum Lackieren hat eine Dose mit 200ml gereicht.

Ich verwende generell Sprühfarben von Edding.

Diesmal Verkehrsweiß glänzend.

Nach ca. 40 Minuten habe ich den Rumpf reingeholt, und er war schon komplett getrocknet.

Das Seitenruder wurde auch angebaut, und jetzt heist es warten auf die Aufkleber von Tangent.

Das Ergebnis gefällt mir sehr gut. Kein Vergleich zu Vorher.

Das wird noch ein richtig schöner Flieger :-)

Gewogen wurde der Rumpf auch noch.

Erwiegt jetzt ohne Höhenruder 1606g inclusiv der vorne neu angebrachten Teile.

Ein Top Wert :-)


Lackierung, Verwiegung



 

Teil 6 anbringen des neuen Dekors und Verwiegung


Wie schon oben erwähnt, habe ich bei Tangent mir den Dekorbogen der Alpina 4001 elektro bestellt.

Am 26.02. wurde der Dekorbogen geliefert.

Zusätzlich zum Aufbringen des Dekors verwende ich ein Wasser-/ Spüligemisch damit die Aufkleber perfekt in Position geschoben werden können.

Die überschüssige Flüssigkeit sowie die Luftblasen werden mit einem Kunststoffspatel heraus gedrückt.

Eine alte EC-Karte geht auch super.

Ein ausgedrucktes Foto von der Alpina 4001 erleichtert die Platzierung des Dekors.

Als erstes wurde der Dekorbogen grob auseinander geschnitten.

Dann wurden die 4001 Ziffern ebenfalls weg geschnitten, da es ja keine 4001 Alpina ist.

Mit dem Gemisch den Rumpf bzw. die Flächen leicht einsprühen, mit dem Finger verteilen, und die Aufkleber aufbringen.

Mit einem neuen scharfen Messer werden am Seitenruder sowie auch an den Querrudern die Spalte aufgeschnitten.

Danach alles abtrocknen bzw. trocknen lassen.

Sieht richtig gut aus.

Eine Deutschlandflagge kam ebenfalls auf das Seitenruder.

Zum Schluss wurde alles nochmals verwogen.

Der Rumpf wurde um 6g schwerer auf 1612g.

Die Flächen wurden jeweils auch um 6g schwerer, so dass sie jetzt 1072g Rechts bzw. 1085g Links wiegen.

Also hat das komplette Dekor ein Mehrgewicht von nur 18g gemacht.

Super :-)



Anbringung Dekorbogen





Teil 7 Blockstreifen und Störklappen


Ein letzter Schritt auf der Zielgeraden vor dem Auswiegen des Schwerpunktes sind das anbringen der Blockstreifen.

Und da ich es mag die Störklappen auch optisch hervorzuheben, wurden sie ebenfalls blau bezogen.

Die Folie ist einfache blaue Paketfolie mit 50mm Breite.

Von der Flächeninnenseite im Abstand von 200mm wird jeweils ein 50mm breiter Block aufgebracht.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen.

Meinen Kranich habe ich mit den gleichen Blockstreifen ausgestattet und die Sichtbarkeit bis ca. 100m Höhe ist besser geworden.

Mein Fliegerkammerad Wolf hat eine elektronische Swerpunktwaage, und sobald es zeitlich passt wird der Flamingo ausgewogen.

Dabei wird auch die EWD eingestellt.


Blockstreifen und Störklappen




 Teil 8 Schwerpunktbestimmung / EWD und endgültiges Gewicht


Heute am Samstag den 07.03.20 war es endlich soweit, die Alpina konnte fertig gestellt werden.

Mein Freund und Fliegerkammerad Wolf kam mit seiner elektronischen Schwerpunktwaage.

Zusätzlich hat er seine elektronische EWD-Waage mit gebracht.

Laut Anleitung ist der Schwerpunkt bei 85mm.

Mit einem 4s5200er Akku kann er ncht erreicht werden, daher statt Blei wird ein größerer Akku verwendet.

Ich nehme den 4s7000er SLS Akku der auch in meiner Grob 109 werkelt.

Etwas Blei musste trotzdem noch vorne rein, und wir kommen auf einen Schwerpunkt von 85,7mm.

Für den Erstflug ist das Perfekt.

Durch diese elektronische Waage kann man auch sehr gut das Abfluggewicht sehen, und das Beträgt jetzt 4564g.

Ein Top Wert für ein 3,8m Modell.


Schwerpunkt und Abfluggewicht



Im nächsten Schritt geht es um die Einstellung der EWD.

Ein aus Erfahrung sehr guter Wert liegt zwischen 1° und 2°.

Das Einstellen funktioniert sehr einfach:

Halter an Fläche und Höhenruder anbringen, Sensoren auf dem Tisch einnullen, dann Sensoren auf die Halter anbringen.

Jetzt sieht man den EWD-Wert der momentan anliegt, in unserem Fall 3,0° (der blaue Balken wo 3,0 deg Differential steht).

Über die Servomittenfunktion im Servomenü wurde das Höhenruder so eingestellt, dass 1,4° anliegen.

Wir haben 1,4° als Anfangswert vor dem Erstflug gewählt, so ist man auf der sicheren Seite.

Dadurch, dass es sich um ein Pedelruder handelt, kann die EWD über die Servomittenfunktion eingestellt werden.


EWD Einstellung auf 1,4°



Teil 9 Vario:


Um zu sehen wie hoch man fliegt, bedarf es eines Varios.

Da ich momentan nur eines besitze wo ich schnell ran komme, dass Zweite sitzt versteckt in der Cessna 182, wird kurzerhand das Vario aus dem Kranich verwendet.

Ich habe vor es dauerhaft in der Alpina zu lassen, da ich mir versuchsweise Varios von Aerizon kaufen möchte, die sind auch Hott kompatibel.

Das Akkubrett wurde entfernt, Vario in die Telemetrieposition eingesteckt und im Schwerpunkt mittels Klettband platziert.


Graupner Vario



Teil 10 Zugentlastung an Flächenverkabelung:

Unter Tips und Tricks Teil 1 wird die verwendung der Zugentlstungsform für MPX-Stecker gezeigt, und daher bot es sich an die bisherigen MPX Stecker an der Alpina umzugestalten.

Natürlich in Blau, wie das Deko der Alpina auch :-)


Zugentlastung



Der Erstflug am 03.06.2020:

Bei bestem Wetter Morgens um 10Uhr wurde die Alpina aufgebaut.

Ich konnte dafür den Flugplatz von meinem Fliegerkammerad Wolf in Weilheim benutzen.

Nach dem Funktionscheck ging es los.

Der Start war gelinde gesagt etwas heikel, da die Alpina kurz nach dem Wurf steil hoch zog und dadurch ein Strömumgsabriß eintraf.

Mit etwas mehr Herzklopfen habe ich den Flieger in den Griff bekommen und nachdem auf Höhe einiges an Tiefe getrimmt wurde, flog sie sich Super.

Der Abfangbogen war auch gut und die Störklappen sprachen beim Test auch sehr gut an.

Die Alpina ging leicht auf die Nase und verzögerte problemlos und stabil.

Einzig bei langsamen Kurven oder wenn sie zu langsam wird tendiert sie zum Abkippen.

Querruder musste sehr viel getrimmt werden, somit muss die Alpina nochmals Querverwogen werden und Ausgleichsgewichte an die rechte Tragfläche gebracht werden.

Fotos von der Landung gibt es leider keine, werden aber nachgereicht.

Fazit:

Wenn alles Top eingestellt ist, sollte es ein sehr guter Flieger werden. Für den Erstflug sind die Erwartungen erfüllt worden.


Erstflug am 03.06.2020






Kranich 2 :


Da es dieses schöne Modell sehr selten gibt, habe ich mich entschlossen einen zweiten Kranich zu Kaufen.

Falls mal mit einem von beiden was ist, so habe ich immer Ersatz.

Einen herzlichen Dank an Timo, der mir den Kranich verkauft hat und es ermöglichen konnte ihn mir zu senden, da knapp über 600km etwas zu weit zum Abholen sind.

Der zweite Kranich hat Dank der Top Verpackung die weite Reise unbeschädigt überstanden, und ist am 15.02.2019 bei mir angekommen.

Mit ein Kaufgrund war auch die bis auf Regler bestehende Austattung mit Multiplex Komponenten:

- Motor Multiplex Roxxi C 35-42-06 mit 930KV, 7-15V

- Servos HR und SR: Multiplex Micro digi, Metallgetriebe, 2 Kugellager, Stellkraft bei 4,8V 3,4kg, Haltekraft bei 4,8V 6,0kg

- Servos Querruder und Störklappen: Multiplex Micro 3 BB, Stellkraft bei 4.8V 1,6kg

- Regler YGE 60A 2-6s

- Als Empfänger ist ein Graupner GR-16 bestellt

- Akku wird SLS 3s5000er (Vorgänger flog mit 3s4200 und 120g Blei vorne drin)

Bis auf kleinere Aufhübscharbeiten, Einstellungen, Auswiegen und EWD einstellen dürfte nicht mehr gemacht werden, damit der Kranich wieder in die Lüfte kommt.

- Timo hat den Kranich mit einem SP von 83mm und einer EWD von 1,73Grad geflogen.

Das deckt sich mit meinem MPX Flamingo 2001, den ich elektrifiziert habe , und dort war der optimale SP bei 82mm und die EWD bei 1,72 Grad.


Ankunft Kranich 2




Jetzt geht es los:

- Das Modell wurde als Kranich 2 im Sender angelegt.

(Da hatte ich noch meine Graupner MC20, die ich mittlerweile verkauft habe, da ich mit der MC22s besser zurecht komme)

Motorschalter programmiert und EXPO-Werte eingegeben (QR 40%, HR+SR 30%),

- Phasen auf Knüppleschalter für Störklappen angelegt, und Servosteckplatz über Gebereinstellungen zugeordnet.

- Alle Servos am Empfänger eingesteckt und auf richtige Laufrichtung und Mittigkeit eingestellt.

- Ausschläge für QR und SR eingestellt, da übernehme ich meine Einstellungen vom ehemaligen Flamingo 2001.

QR hat 15mm hoch, und 7mm Runter. SR hat 40mm und HR hat 10mm Ausschlag.

- HR-Aufnahme Aluhülse mit Lager war nur einseitig im Seitenruder verklebt. Mit Epoxy neu verklebt.

- An die SLS 3s5000er Akkus wurden 4mm Goldkontakte gelötet

- Verlängerungskabel für Regler mit 4mm Goldkontakten und Antiblitz verlötet.

- Empfänger in Rumpfmitte platzieren, und Antennen durch Entlüftungskanäle führen und mit Tesa befestigen.

- Probelauf Motor und Test der Bremse

- Auswiegen vom Kranich, mussten 70g Blei vorne rein, nachdem die 120g Blei vom Vorbesitzer entfernt wurden.

Jetzt passt der Schwerpunkt von 83mm.

-Verwiegen der einzelnen Teile: Höhenruder 89g, Flächenstab 150g, Fläche Links 588g, Fläche Rechts 594g, Rumpf incl. Blei und Kabinenhaube 1101g, Akku 353g

- Abfluggewicht von 2875g, ein Top Wert :-)

- Und fast vergessen, dass gesetzliche Alu-Schild mit Adresse wurde seitlich in den Rumpf geklebt.

- Noch etwas wurde vergessen, dass Anbringen der Blockstreifen auf der Unterseite von Fläche und Höhenruder. So hat man eine bessere Sichtbarkeit. Die Blockstreifen sind 50mm breites blaues Klebeband. Im Abstand von 100mm aufgetragen.







Der Erstflug wurde am 23.03.2019 bei schwachem bis Mittleren Wind gemacht, und war ein voller Erfolg.

Der Start unkritisch ohne Anlauf aus der Hand, und der Kranich zog souverän nach Oben.

Auf ca. 200m Höhe Motor aus und erstmal gleiten lassen.

Jeweils zwei Klicks auf Höhe und Quer, und er flog perfekt.

Der Abfangbogen war auch wie erwartet gut.

Die Störklappen verrichten sehr gut ihren Dienst und der Kranich kam sauber rein.

Bei einer Motorlaufzeit von 5Min. 30Sekunden, waren noch 30% im Akku, ebenfalls ein Top Wert.

Fazit nach zwei Flügen:

Der Kranich ist für mich ein Top Flieger mit für mich sehr guten Flugeigenschaften. Zum Glück habe ich zwei Erworben, um im Fall der Fälle Ersatz zu haben.

Der Kranich gehört zu den Fliegern, die niemals verkauft werden.

Bei den nächsten Flügen wird Rückenflug, Looping, Rollen und manch anderes noch getestet.

Mittlerweile wurden diverse Flugfiguren getestet und sie flog souverän wie mein "alter Flamingo".

Pro Akku sind Flugzeiten von 45Minuten ohne Termik, reines Absegeln, drin.

Einfach nur Klasse :-)

Hier mal ein Flugvideo von meinem Flamingo (meine Dash 8 und Parkzone Mustang flog ich dort auch):



 

Erstflug Kranich am 23.03.2019